Grundlagenermittlung

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Grundlegende Thesen zur Planung von Konferenz- und anderen Kommunikationsräumen

Nach Wilkhahn Planungshandbuch „Conference Excellence” von Burkhard Remmers + Guido Englich

Die Dynamik der wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen und damit verbunden die steigende Komplexität erfordern Profilierung des Unternehmensbildes einerseits und Flexibilität und Anpassung auf der anderen Seite. Beides hängt unmittelbar mit der Kommunikations- und Kooperationsqualität innerhalb der Organisationen zusammen, die durch die Räume beeinflusst wird. Vor diesem Hintergrund gewinnt Planung und Gestaltung der Konferenz- und Kommunikationsräume eine besondere Bedeutung. Deshalb steht am Beginn einer nutzungsorientierten Raum- und Einrichtungsplanung die sorgfältige Analyse:

Wer bespricht sich mit wem, wie häufig, worüber, aus welchem Anlass und mit welchen Hilfsmitteln? Erst aus den Antworten ergeben sich die Anforderungen für die Planung der Kommunikationsräume.
Konferenzraum schulungsraum sett

Flächenbedarf in Konferenz- und Schulungsräumen.

Die Wahl der Tischanlagen in einem Konferenz- oder Schulungsraum sollte sich an der Raumgeometrie und -größe, der angestrebten Teilnehmerzahl, der erforderlichen und gewünschten Kommunikationsform und der Nutzungsfrequenz orientieren. Je nach Zweck stehen der Interaktionsgrad, die gemeinsame Arbeitsfläche, die gleichberechtigte Sitzposition, die Ausrichtung auf Präsentationsflächen oder die variable Raumnutzung im Mittelpunkt der Planung. Als Mindestwert für die Abstimmung von Raumgrößen und Teilnehmerzahlen gilt pro Sitzplatz im Konferenzraum ein Flächenbedarf von 2,5 qm (incl. anteilige Wege-, Rückraum-, Platz– und Tischfläche).

Besprechung Schulung

Planungshinweise für die Installation von Bodenanschlüssen.

In multifunktionalen, wahlweise auch teilbaren Schulungs-räumen kann eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen stattfinden, wie Konfe-renzen, Vorträge, Präsentationen und Seminare, für die ein abgestimmter und flexibler Medieneinsatz vorgesehen werden sollte. In der Planung werden die möglichen Szenarien der verschiedenen Tischkonfigurationen durchgespielt. Daraus ergeben sich die Stellpositionen für die Konferenz-Medien sowie für die entsprechenden Bedienelemente wie Touch-Panels/Notebook.

Für Umnutzungen im Bestand, die Bodeninstallationen nur mit hohem Kostenaufwand ermöglichen, kann die Zahl der Anschlüsse deutlich reduziert werden, wenn Tischprogramme eingesetzt werden, die die horizontale Verteilung in den Tischen selbst erlauben. Ist der Raum in zwei gleich große Einheiten teilbar, sollten die Installationen symmetrisch zur Trennlinie vorgenommen werden.

Beispiel Installationsraster für unterschiedliche nutzungsvarianten

Installationsraster für Bodenanschlüsse, das auf die hier gezeigten Nutzungsmöglichkeiten abgestimmt ist. An den Stirnseiten des Raumes befinden sich jeweils Projektionsflächen, so dass auch nach einer Raumteilung in beiden Räumen mit Medienunterstützung gearbeitet werden kann.

Installationsraster




Installationsraster variable konferenzmoeglichkeiten

 
Technikeinbauten in Tische und Tischanlagen.

Medienintegration
Vorteil additiver Elektrifizierungsmodule besteht darin, den Tisch in seiner neutralen Funktion zu erhalten, dadurch unterschiedliche Nutzungen zu ermöglichen und spätere Veränderungen einfach vornehmen zu können. Die vertikale Leitungszuführung erfolgt am/im Tischbein. Etwa durch aufsteckbare Klammern oder durch Kammern innerhalb des Gestellteiles.

Horizontal werden die Kabel durch abklappbare Kabelwannen mit System-Steck-Verbindungen (von Wanne zu Wanne) oder durch leicht demontierbare Kabeltrassen geführt. Zur schnellen und einfachen Bedienung lassen sich individuell bestückte Technikboxen aus Aluminium oder Kunststoff direkt in die Platte einbauen. Sie sind über Klappdeckel zugänglich oder können nach oben aus der Tischplatte herausgeklappt oder -gedreht werden.
Die Ausstattungsmöglichkeiten reichen von allen gängigen Strom-, Daten- und Audioanschlüssen bis hin zu kompletten Modulen für die Telefonkonferenz, inklusive Mikrofon.

Beispiele Technikeinbauten

Nicht nur die allgemeine Medienausstattung, sondern auch die vielfältigen elektronischen Arbeitsmittel der Teilnehmer sollten in Konferenzräumen berücksichtigt werden. Die Nutzung von Notebooks, Mobiltelefonen oder multimedialen Kleincomputern wie PDA gehören in solchen Räumen heute zum Alltag. Deshalb wird immer mehr Technik direkt in Tische und Tischanlagen eingebaut: Das reicht von einfachen Steckanschlüssen und verdecktem Stauraum für Netzgeräte und überschüssige Kabellängen über neue Möglichkeiten den Bildschirminhalt interaktiv auf die allgemeine Projektionsfläche aufzuschalten, bis zu integrierten Mikrofonen und Technikmodulen für die Telefon- und Videokonferenz oder eingebauten Beamern und Bildschirmen.

Weitere Ideen und Anregungen finden Sie hier
 

Broschüre Planungshandbuch Konferenzraumplanung
Hier zum download
 Planungshandbuch Konferenz

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Quelle technische Zeichnungen:
Guido Englich, Burkhard Remmers, „Planungshandbuch
für Konferenz- und Kommunikationsräume“