FAQ´s 1-4: ABLAGE | STAURAUM | QUADRATMETER
zu klären

1. Gibt es Erfahrungswerte für Ablage-Volumina (in lfd.cm/m) pro Mitarbeiter/ Person AM ARBEITSPLATZ, die nicht überschritten werden sollten?
2. Gibt es Untersuchungen darüber, welche Ablage- und Registraturarten (hängend, stehend, liegend, etc.) am ökonomischsten/wirtschaftlichsten im täglichen Gebrauch sind?
3. Bezogen auf den zu schaffenden Stauraum (Mobiliar) – gibt es Indizes für die Investitionskosten/pro 1 lfd.m. in Abhängigkeit von den eingesetzten Behältnissen (Regale, Schubschränke, Schrankwände, Rolladenschränke, etc.)?
4. Gibt es Erfahrungswerte, wieviel Quadratmeter pro Arbeitsplatz im Durchschnitt bei einer Neubauplanung zu veranschlagen sind? P, A 1*

ANTWORT:
Ja – in Abhängigkeit vom Baukonzept/der Grundriss-Typologie. Ein Bürogebäude mittlerer Größenordnung mit etwa 50 bis 100 Arbeitsplätzen unterscheidet sich dabei völlig von einem Bürogebäude mit z.B. ≥ 500 Arbeitsplätzen: Im ersten Fall können durchaus 20 bis 25 m2/Arbeitsplatz ausreichend sein (bezogen auf die Brutto-Grundrissfläche, BGF), im zweiten Fall kann dieser Wert auf das Doppelte und mehr steigen (Begründung: Höhere Erschliessungsanteile, größere Geschosshöhen = mehr Kubatur/Baumassen, flächenintensive Fluchtwegbestimmungen, Mehrflächen für eine ausgefeilte Haustechnik, etc.)
Zieht man einen Vergleich für diese beiden Extrem-Typologien nicht für die BGF, sondern für die reine Bürofläche (BF), so kommt es zu einer Glättung dieser Extrema: Zwischen Durchschnitts-Indizes, die von 7/8 bis 14/15 m2 reichen, "ist hier alles drin".
Hier wird die Baukonzeption wichtig: Während ein Kombi-Büro – vergleicht man die reinen Büroflächen (damit ist das gemeint, was jenseits der Flurtür liegt, einschließlich der Verkehrswege- und Verteilflächen im Raum selbst) für ein Einpersonenraum-Konzept z.B. als Kombi-Büro, so sind 9,5 bis 12,5 m2 ausreichend. Verlässt man eine derartige (für die Arbeitsplatz-Anordnung streng wandorientierte) Philosophie und denkt über ein konventionelles Einpersonenraum-Konzept nach, so liegen die Durchschnittswerte eher zwischen 12,5 und 18.0 m2. WICHTIG: Es besteht ein Degressionseffekt zwischen Raumgröße und Arbeitsplatz-Flächenbedarf – je größer die Raumeinheit wird, desto geringer wird der anteilige Flächenbedarf pro Arbeitsplatz.

Beispiel: Ein Vier- oder Fünfpersonenbüro als Raumstandard ist – in Abhängigkeit von den funktionalen Anforderungen an diese Arbeitsplätze – eher
mit 6,0 bis 8,0 m2/Arbeitsplatz machbar, als z.B. ein Zweipersonenbüro. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Soll/kann (aus Gründen der Gleichwertigkeit!) ausschließlich
in der ersten Reihe = fenster-/fassadenorientiert möbliert werden oder auch in der zweiten Reihe, d.h. im Rauminneren. TIPP: Am besten eine
Arbeitsplatz-Typisierung/-Standardisierung durchführen, so dass jede einzelne Stelle im Unternehmen einem Arbeitsplatz-Typ mit einem bestimmten Flächenbedarf
zugeordnet werden kann – unter Berücksichtigung des (feststehenden/ antizipierten) Raumkonzeptes sowie der Grundriss-Typologie. Mit sogenannten
Erfahrungswerten zu arbeiten kann sicherlich nur für allererste Kostenrahmenschätzungen sinnvoll sein!


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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

FAQ´s 5-7: AKUSTIK| FLÄCHEN-ÖKONOMIE
zu klären

5. Bringt der Einsatz von halbhohen Stellwänden (ca. 150/160 cm) eine wirksame/spürbare Verbesserung in einem Büroraum, der mit 5 Personen besetzt ist, die
sich auf Gegenseitigkeit durch sehr viel Telefonate gestört/belästigt fühlen?

6. Was ist zu bedenken, wenn in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Büroraum ein sehr lauter Arbeitsbereich (z.B. Poststelle, Hausdruckerei) – lediglich getrennt durch eine normale Wand – anschließt? P, A 1*

7. Welches ist das günstigste Fenster-Achsmaß, das zu einem Optimum an Flächen-Ökonomie führt – oder im Umkehrschluss zu möglichst wenig Platz-/Flächenverlust?

ANTWORT:
Es hängt letztlich ab von der Gebäude-/Grundriss-Typologie: Flurbüros mit Ein oder Mehrpersonenräumen, ausschließlich möbliert in der ersten, fensterorientierten Reihe oder auch in der zweiten Reihe? Team-/Gruppenbüros oder Kombi-Bürokonzept? Zweitens gibt es eine Abhängigkeit von den funktionalen Erfordernissen der einzelnen Arbeitsplätze/Arbeitsplatz-Kategorien/-Standards: Tiefe mal Breite der Tischfläche, Mehrflächen- oder Einflächen-Arbeitsplatz, Besprechungen/Kommunikation (intern/extern) am Arbeitsplatz oder nicht, Unterbringung von Arbeitsplatzakten seitlich oder im Rücken? Drittens besteht eine Abhängigkeit zu den Vorschriften, hier insbesondere zur DIN 4543, Teil 1, der sogenannten Flächen-DIN. Alle drei vorgenannten Aspekte werden unter Umständen dominiert von der Überlegung: Soll es sich um ein voll reversibles Bürokonzept handeln oder kann die gewählte IST-Typologie für alle Zeiten als fix/unveränderlich projiziert werden? Wird eine absolute Reversibilität verlangt/erwartet, so wird die Definition des Fenster-Achsmaßes natürlich sehr viel schwieriger/aufwendiger.

TIPP:
Für konventionelle Gebäude-Typologien (Flurbüros), die mehrheitlich mit Mehrpersonenbüros besiedelt werden sollen (= > 2 bis 6 Arbeitsplätze), haben sich
Fenster-Achsmaße als günstig erwiesen, die zwischen 1,25 und 1,35 m liegen.

Der Hintergrund: Arbeitsflächentiefe 80 bis 100 cm + Bedien-/Benutzerfläche hinter dem Schreibtisch 100 cm + Schranktiefe für Arbeitsplatz-Registraturen im
Rücken 42,5 cm = 222,5 bis 242,5 cm. Rechnerisch ergibt sich aus dieser Maßkette ein Fenster-Achsmaß von 222,5 geteilt durch 2 = 111,25 + eine Trennwandstärke
10 cm = 121,25 cm bzw. 242,5 geteilt durch 2 = 121,5 + eine Trennwandstärke 10 cm = 131,5 cm.  Ein derartiges Fenster-Achsmaß unterstellt die Anordnung von Besucher-/Besprechungsstühlen
(für interne/externe Kurzkontakte am Arbeitsplatz) aus des Sicht des Nutzers gesehen seitlich, d.h. in der Raumtiefe angeordnet.
TIPP: Es ist notwendig/sinnvoll, eine Arbeitsplatz-Typisierung/-Standardisierung durchzuführen und eventuelle "Mischungsverhältnisse" der einzelnen Arbeitsplatz-Typen in einer Raumeinheit   festzustellen/durchzurechnen. Das oben dargestellte "Ideal"-Fenster-Achsmaß kann sich so natürlich sowohl nach unten, als auch nach oben verändern.

WICHTIG: Wird das Achsmaß nicht optimiert, so kann z.B. "der kleine Unterschied" zwischen 120 und 150 cm einen Mehrflächenbedarf (von unten nach oben gerechnet) für Büroflächen (gleiche Raumtiefen unterstellt!) von 25 % betragen! Bei unterstellten Büroflächenanteilen von 50 bis 65 % an der Brutto-Grundrissfläche (BGF) würde dies zu einer linearen Erhöhung der Bau- und Bewirtschaftungskosten führen, die immerhin noch zwischen 10 und 12 % beträgt.

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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

FAQ´s 8: SICHTSCHÜRZEN | ARBEITSPLATZ
zu klären

8. Bringt der Einsatz von frontal an Arbeitstischen angebrachten Sichtschürzen (Höhe ca. 30 cm) akustisch etwas? P, A 1*

ANTWORT:
Ja – zumindest im subjektiven Erleben der einzelnen Arbeitsplatz-Nutzer... Ob tatsächlich (messtechnisch) ein Effekt nachweisbar ist, hängt von folgenden Faktoren ab:
1. Materialeinsatz: Handelt es sich lediglich um eine stoffbezogene Spanplatte oder z.B. um ein Lochblech mit einem Lochanteil von ≥ 50 %, mit eingelagerten, hochwertigen Schallabsorptionsstoffen?
2. Hauptfrequenzbereiche: Geht es in erster Linie z.B. darum, die ungehinderte Schallausbreitung durch die menschliche Stimme zu verhindern/zu optimieren oder geht es um bestimmte Büromaschinengeräusche. Beides kann in völlig unterschiedlichen Frequenzbereichen liegen; es gibt Tiefton-, Mittelton- und Hochton-"Schlucker".
3. Entfernung der Schallquelle: Je näher die Schallquelle am Absorber/Schallschlucker positioniert ist, desto besser.
4. Schallausbreitung/-richtung: Schall breitet sich kugelförmig aus; bei einem aufrecht sitzenden Menschen befindet sich die Schallquelle = Mund zwischen 40 und 50 cm oberhalb der Tischoberfläche (angenommene Höhe 75 cm). Tendenz also – lieber etwas höher, als zu niedrig (jedoch visuelle Kommunikation/Raumtransparenz beachten!).
5. Gestaltung: Als Abfall-Effekt wird auf diese Art und Weise häufig der Einblick in die Kabeleingeweide des Monitors, von hinten, vermieden.
6. Funktionale Vorteile: Die Sichtschürze kann häufig aufgerüstet werden mit Zusatz-(Regal-)Elementen oder als Pinwand genutzt werden, etc.
7. Privacy: Dies ist es, was wir als subjektive Zufriedenheitssteigerung bezeichnen; die Abschirmung bringt mehr Territorialität.

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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

FAQ´s 9-13: DER GESUNDE ARBEITSPLATZ
zu klären

9. Wie ist die 45°-Drehung/-Positionierung eines Bildschirmes – also vom Benutzer aus gesehen diagonal angeordnet – zu beurteilen, da man immer wieder liest, dass eine fenster-parallele Anordnung ergonomisch absolut ideal sei?
10. Reicht eine weiß-beige Vertikal-Lamelle, die vor die Fenster gehängt wird (Innenseite) aus, um wirksam Blendungen bei der Bildschirmarbeit zu verhindern? E, D 1*
11. Sind innen liegende Sonnenschutzvorrichtungen ausreichend, um zusätzliche Wärmebelastungen – speziell in den Sommermonaten – für Büroräume zu vermeiden?
12. Da in letzter Zeit häufig von Arbeitsmedizinern ein Haltungswechsel bei der Büroarbeit (sitzend/stehend) gefordert wird: Sollte dies eher durch eine Lift-up-Funktion des Arbeitstisches/der Arbeitsoberfläche erfolgen oder durch ein separates Stehtisch-/Pult-Element?
13. Die häufig gestellte Forderung im Zusammenhang mit der Bildschirmarbeit nach einer individuellen Regelungsmöglichkeit der Beleuchtungsstärke durch den Nutzer scheint es ein Widerspruch mit den Sicherheitsregeln für Bildschirmarbeitsplätze im Bürobereich (ZH 1/618) zu geben; dort heisst es unter Punkt 4.10.2: "Einzelplatzbeleuchtung (Verwendung von Tischleuchten) an Bildschirmarbeitsplätzen
ist im allgemeinen zu vermeiden." Was ist richtig? E, D 1*

ANTWORT:
Der Widerspruch ist scheinbar: Die Aussage der ZH 1/618 ist hier allerdings insofern missverständlich, als es eigentlich heißen müsste: "Ausschließliche" Einzelbeleuchtung an Bildschirmarbeitsplätzen ist im allgemeinen zu vermeiden. Bezogen auf den Terminus "ausschließlich" ist dies völlig richtig: Es entstehen sonst in Form von Lichtinseln (bei völligem Verzicht auf eine Allgemeinbeleuchtung) zu hohe Leuchtdichte-Kontraste zwischen dem Infeld (Arbeitsfläche) und dem Umfeld (sonstiger Büroraum).
TIPP: Die Bildschirmarbeit-Verordnung (BildschArbV vom Dezember1996) stellt im Anhang über an Bildschirmarbeitsplätze zu stellende Anforderungen, Abschnitt "Sonstige Arbeitsmittel/Arbeitsumgebung"
folgende Forderung auf: "Die Beleuchtung muss der Art der Sehaufgabe entsprechen und an das Sehvermögen der Benutzer angepasst sein...". Die so geforderte Anpassung ist letztlich nur durch eine zusätzliche Individual-Beleuchtungskomponente machbar, wenn es sich um ein Benutzungs-Kollektiv (= > 2 Nutzer im Raum) handelt. Lediglich bei einem konsequenten Einpersonenkonzept (z.B. Kombibüro) ist über eine Dimmung der ausschliesslichen deckenorientierten Allgemeinbeleuchtung eine derartige Individualisierung erzielbar.

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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

FAQ´s 14: REFLEXIONEN | BILDSCHIRM-ARBEITSPLATZ
zu klären

14. Wie können Reflexionen/Spiegelungen auf dem Bildschirm Ihrer Erfahrung nach am wirksamsten verhindert werden, wenn doch gleichzeitig eine leichte Bildschirmneigung von den Arbeitsmedizinern empfohlen wird? P, A 1*

ANTWORT:
Da die Neigung des Bildschirmes in aller Regel nach hinten erfolgt (zur Optimierung des Sehwinkels), ergibt sich bei einer decken-orientierten Allgemeinbeleuchtung, die direkt erfolgt, eine erhöhte Tendenz zu Reflexionsspiegelungen auf dem Monitor. Da das ganze nach dem physikalischen Grundprinzip Lichteinfall/ Eintritt-Winkel = Lichtausfall-/Austritt-Winkel funktioniert, dürfen Lichtquellen/ Leuchten im kritischen Bereich an der Decke nicht montiert/installiert sein. Die Möglichkeit, den Deckenspiegel (= Leuchtenraster) arbeitsplatz-orientiert auszuführen, ist sehr theoretisch – die Flexibilität/Mobilität bei der Arbeitsplatz-
Anordnung wird in Frage gestellt. Die andere (praktikable!) Möglichkeit ist: Die Lichtverteilung muss "umgedreht" werden – statt direkt indirekt, statt von oben nach unten, von unten nach oben, wobei die Deckenfläche als Reflexionsfläche benutzt wird.

Es kommen folgende Systeme in Frage:
1. Abgependelte Leuchten und/oder
2. Stehleuchten/Uplighter und/oder
3. wandorientierte Leuchten und/oder
4. Arbeitsplatz-adaptierte Leuchten – alle Konzepte mit ausschließlicher Indirekt-Lichtverteilung.
Ob ein gewisser Teil – in der Regel über die gleiche Lichtquelle gesteuert – auch direkt abgestrahlt werden darf, ohne dass die unerwünschten Reflexionen auftreten, ist in der Praxis nicht unumstritten.

TIPP:
Der Reflexionswert der Fläche sollte ≥ 0,9 betragen, es sollten keine Buntfarben verwendet werden, die Decke sollte einen Glanzgrad von mindestens seidenmatt, besser matt haben, die Deckenuntersicht sollte eher ruhig und glatt anstelle von strukturiert oder z.B. gelocht sein. Die Entfernung zwischen Leuchte/Lampe und der Reflexionsfläche darf weder zu klein, noch zu groß sein, damit keine Lichtverluste (Wirtschaftlichkeit), noch Lichtinseln auf der Decke entstehen (zu hohe Leuchtdichte-Kontraste im Umfeld).

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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

FAQ´s 15: RAUMTRENNENDE SCHRANKWÄNDE
zu klären

15. Lohnt sich bei flurseitigem Einsatz von raumtrennenden Schrankwänden eine Bandraster-Bauweise? P/E, D 1*

ANTWORT:
Der sich so ergebende Flexibilitätsnutzen (leichtes Umsetzen von Quertrennwänden) muss im Sinne einer Kosten-/Nutzen-Analyse sorgfältig kalkuliert/abgewogen
werden: 1. Wie hoch sind die Investitions-Mehrkosten bei einem konsequenten Bandraster-Konstruktionsprinzip (was sich natürlich nicht nur auf
die Schrankwand beziehen darf!)? 2. Mit welcher "Trennwand-Versetzungs-Quote" ist pro Zeiteinheit zu rechnen? 3. Wie hoch ist der Unterschied der absoluten
Kosten pro Maßnahme bei Befolgung eines Nicht-Bandraster-Ausbauprinzips bzw. eines Bandraster-Ausbauprinzips? BEISPIEL: Die Mehrkosten
liegen bei + 20 % für die Gewerke Decke und Schrankwand = DM 20,-- + DM 80,-- = Summe + DM 100,--. Bei 1.000 m2 Deckenfläche = + DM 20.000,--; bei
500 m2 Schrankwandfläche = + DM 40.000,-- = Summe + DM 60.000,--. Wann amortisiert sich dieses Mehr-Investment? Ob in 3, in 5, in 10 oder in 20 Jahren –
das ist schnell errechnet, wenn man die kompletten Versetz-/Umbaukosten pro Trennwandeinheit für die Bandraster-Ausbaukonzeption bzw. Nicht-Bandraster-
Ausbaukonzeption errechnet und in ein Verhältnis setzt/stellt. Der Investor/Nutzer kann sich dann sehr schnell darüber im klaren werden, ob bzw. ab wann
ein Return on Investment (ROI) der Fall ist.

TIPP: Die lineare Extrapolation eines Trends aus der Vergangenheit in die Zukunft ist hier oft schwierig/unangemessen. Begründung: Die Wahrnehmung/
Realisierung des Flexibilitätsnutzens in der Vergangenheit war häufig gerade deswegen so gering, weil sie eben schwierig war; Umbauten durch Versetzen
von Quer-Raumtrennwänden wurden dann durchgeführt, wenn es eben nicht anders ging – ansonsten lebte man mit dem Kompromiss weiter. Das bedeutet,
dass die Antwort auf die Frage "wie oft haben wir in den letzten Jahren eigentlich Wände versetzt?" sehr sorgfältig überprüft werden muss; ist eine Übertragung
auf Zukunfts-Projektionen wirklich realistisch??

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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

FAQ´s 16-17: BILDSCHIRMARBEITS-VERORDNUNG | MÖGLICHKEITEN GRUPPENBÜROS
zu klären

16. Nachdem es ein neues Arbeitsschutzgesetz und – darauf basierend – eine neue Bildschirmarbeit-Verordnung gibt – welche der vorher schon bekannten Vorschriften, Normen, Regeln, etc. sind nach wie vor noch gültig, welche sind dadurch überholt?

17. Welche Möglichkeiten in herkömmlichen Gruppenbüros – Besetzung mit 3 bis 6 Personen – gibt es neben der klassischen Blockaufstellung noch, die auch gleichzeitig von den Mitarbeitern/Nutzern akzeptiert werden?

ANTWORT:
Insgesamt gibt es nur drei Grundprinzipien der Mobiliaranordnung:
1. Blockung,
2. Klappung
3. Reihung.
Die Klappung ist eine Umkehrung des Blockprinzips: Statt face to face (bei Block) back to back (bei Klappung). Die Reihung wiederum führt in diesem Vergleich zu einem Face to back-Prinzip. Sie ist am
unbeliebtesten (und auch am wenigsten praktiziert!), da das psychologische Grundprinzip (Schutzbedürfnis!) des Rücken-frei-haben-wollens missachtet/verletzt wird. Die Reihung wird in aller Regel nur dann akzeptiert, wenn eine Wand im Rücken (Stellwand, mind. 140 cm hoch) eine Pseudo-Schutzfunktion "gegen" den Bürokollegen übernimmt. WICHTIG: Die Kopfhöhen liegen je nach den anthropometrischen Gegebenheiten (Mann/Frau/Sitzriese oder –zwerg?) zwischen 120 und 145 cm; das sollte bei der Höhe des Sichtschutz-/Wandelementes berücksichtigt werden. Die Klappung (Back to back-Position) führt z.B. in einem Zweipersonenraum (fast) regelmässig zu einer Wandorientierung des einzelnen Mitarbeiters. Auch dies ist gewöhnungsbedürftig. Die Vorteile: 1. Weniger akustische Ablenkung auf Gegenseitigkeit z.B. durch Telefonieren. 2. Weniger visuelle Ablenkung durch Bewegungen im Raum. 3. Weniger Störungen, wenn am Kollegen-Arbeitsplatz kommunikative Phasen mit Dritten (intern/extern) der Fall sind.

4. Möglichkeiten der "Schnittstellen-Nutzung" zwischen diesen beiden Arbeitsplätzen im Rücken durch z.B. tischhohe/thekenhohe Schrankelemente; diese
können dann zusätzlich als Interaktionspunkt zwischen den beiden Kollegen benutzt werden. Am besten ausprobieren. Versuch macht klug, probieren geht über studieren.
Häufig überzeugt dies die Nutzer, und man ist bereit, von alten, tradierten Verhaltensweisen (man saß ja schon immer im Block...) abzugehen, wenn man die
Vorteile für sich selbst erkennt!

FAQ´s 18: GESAMT-BETRIEBSKOSTEN
zu klären

18. Mit welchen Gesamt-Betriebskosten pro Jahr/m2 ist für einen Büroneubau in etwa zu rechnen?

ANTWORT:
Die Kosten für den sogenannten "laufenden Betrieb" betragen ein Mehrfaches der Investitionskosten eines Bürogebäudes. Sie übersteigen nach ca. 6 bis 8 Jahren die Investitionskosten. Die Flächenanteile pro Arbeitsplatz (über die gesamte Brutto-Grundrissfläche gesehen (BGF) spielen bei der Betrachtung der Betriebskosten natürlich eine besondere Rolle. Sie kann 20, aber auch 30 und mehr m2 betragen. Bei der Jahresbetrachtung entfallen ca. 60 % auf Abschreibungen und Kapitalkosten, rund 10 % auf die Bauunterhaltung, 10 % auf die Reinigung und rund 20 % auf die Energie. (Anmerkung: Bei den Energiekosten
ist eine entscheidende Frage, ob eine Voll-Klimatisierung realisiert wird...). Überschlägige Werte für Betriebskosten in DM/qm/Monat: Wartung und Instandsetzung DM 10,-- bis 15,--, Haustechnik DM 2,-- bis 3,--, Betriebsmittel DM 1,-- bis 2,--, Sicherheit DM 5,-- bis 7,--, Gebäudereinigung DM 6,-- bis 8,--, Aussenpflege DM 2,-- bis 3,--, Heizung DM 6,- bis 10,--, Beleuchtung DM 8,-- bis 10,--. Somit ergibt sich ein Wert, der im unteren Bereich pro Jahr/m2 bei DM 450,-- bis 500,-- liegt (Anmerkung: Die Energiekosten für die Heizung können sich bei einer Voll-Klimatisierung, durch die Kühlung, leicht verdoppeln; die Beleuchtungskosten
können sich bei intelligenten Lichtsystemen auch um 50 % reduzieren).

FAQ´s 19: GRUPPENBÜROS AB 10 PERSONEN
zu klären

19. Sind Gruppenräume für 10 bis 12 Personen/Arbeitsplätze ohne eine Be- und Entlüftungs-, bzw. Klimaanlage überhaupt realisierbar OHNE spürbaren Komfortverlust für die Raumbewohner? E

ANTWORT:
Aus der rechtlichen Sicht (für einen Neubau!) ergibt sich aus den Arbeitsstätten-Richtlinien zu § 5 der Arbeitsstätten-Verordnung (ASR 5), dass Systeme der sogenannten "freien Lüftung" (in der Regel also Fensterlüftung) dann NICHT MEHR ZULÄSSIG sind, wenn eine Raumtiefe bei einseitiger Fensteranordnung von 6,9 m überschritten wird (bei einer angenommenen lichten Raumhöhe von
2,75 m). DANN werden lüftungstechnische Anlagen erforderlich (Anmerkung: Dies muss nicht zwingend eine Klimaanlage sein, die alle Komponenten, wie Luftreinigung, Luftbefeuchtung, Lufttrocknung, Kühlung, etc. enthält; lediglich der Luftaustausch muss gewährleistet sein!). Unterstellt man also für 10 bis 12 Personen eine Gruppenraumgröße von (mind.) ca. 100 m2, so ergäbe sich bei einer Maximal-Raumtiefe von 6,9 m eine Raumlänge von rund 17,4 m. Ob eine derartige Dimensionierung gestalterisch-ästhetisch tragbar ist, muss der Nutzer/ Investor entscheiden. Unterstellt man einen Raum mit gegenüber liegenden Lüftungsmöglichkeiten in der Fassade, so darf die Raumtiefe OHNE Einsatz einer lüftungstechnischen Anlage 13,75 m nicht überschreiten. So viel zur Gesetzes-/Vorschriftenlage aus der Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR). Gleichzeitig eine zugluftfreie Be- und Entlüftung (über die Fenster!) zu garantieren, dürfte wohl ausschliesslich durch Lüftungspausen (Schwalllüftung!) möglich sein. Es liegt auf der Hand, dass hier in der täglich-praktischen Nutzung eines derartigen Büroraumes ein wahrer "Luftkampf" entbrennen wird: Was fensterferne Kollegen eher wollen (mehr Luft), werden fensternahe Kollegen weniger wollen (weniger Luft). Die raumluft-hygienischen Bedingungen werden Dauerstreit-Thema.

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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

FAQ´s 20-21: ABGEHÄNGTE DECKEN
zu klären

20. Ist es ratsam, bei einem Büroneubau mittlerer Größe (ca. 80 Büroarbeitsplätze) abgehängte Decken einzusetzen oder reicht es aus, die Rohdecke einfach zu verputzen (aus Kostengründen)? P

ANTWORT:
Dem Kostenvorteil (verputzen) stehen folgende Nachteile gegenüber: 1. Akustik; der Deckenflächenanteil ist an den gesamten (sogenannten) äquivalenten Schallabsorptionsflächen der höchste/größte. Fällt dieser Schallabsorber/-schlucker weg, wird dieser Raum "halliger", d.h. die Verstehbarkeitsgrenzen (und damit die Störungen auf Gegenseitigkeit...) werden größer. 2. Beleuchtung/Gestaltung; bei einer direkten Lichtverteilung (Allgemeinbeleuchtung von oben nach unten), die auch heute noch sehr häufig die Regel darstellt, müssen Aufdecken-Leuchten gewählt werden, was raumästhetisch sicherlich von Nachteil ist im Verhältnis zur deckenbündig integrierten Leuchte. Lediglich Indirekt-Beleuchtungssysteme, die die Decke als Reflexionsfläche benutzen, hätten hier weder lichttechnische, noch ästhetische Nachteile (wenn
man die akustische Seite einmal aussen vorlässt...). Als NACHTEILE einer abgehängten Decke sind zu sehen: 1. Schalldämmung/-übergänge; um diese wirksam, von Raum zu Raum, zu verhindern, sind entsprechende Maßnahmen (z.B. Abschottungen) im Deckenhohlraum notwendig. 2. Geschosshöhen/Kubatur; ein Deckenhohlraum-Maß von mind. 15 cm unterstellt bedeutet, bezogen auf eine Norm-Bauhöhe (bis 50 m2 Maximal-Raumgrößen) als lichtes Maß eine Erhöhung/Steigerung um 6 %. Der sich vergrößernde umbaute Raum führt nicht nur zu Mehrkosten im Investment, sondern auch (teilweise) bei den Betriebskosten.

Es ist also eine Einzelfall-Entscheidung → führen Sie eine sorgfältige Nutzwert-Analyse durch!

21. Was für Grundeigenschaften sollte eine abgehängte Decke haben und was darf diese dann (z.B. pro Quadratmeter) in etwa kosten?

ANTWORT:

Die geforderten/anzustrebenden Basiseigenschaften sind: 1. Hoher Schallabsorptionsgrad ≥ 0,7). 2. Gesundheitsunbedenklichkeit; das Sickness Building-Syndrom (SBS) muss unbedingt vermieden werden; die Sensibilisierung hierfür ist ausserordentlich hoch/stark. 3. Optik; sichtbare oder nicht sichtbare Aufhängung ist zu unterscheiden. Formen (Größen/Raster) und Materialien sind zu beachten. 4. Glanzgrad/Reflexion: Matte Oberflächen sind zu bevorzugen; der Reflexionsgrad sollte mind. 0,8 betragen. Bei vorgesehenen Indirekt-Beleuchtungssystemen eher höher. 5. Konstruktion; Bandraster erforderlich/sinnvoll oder nicht (Kreuzbandraster/Streifenbandraster), um einen absolut modularen Innenausbau zu realisieren und eine spätere Flexibilität → Raumanpassungen zu optimieren. 6. Reinigung/Standhaltung: Reinigung sollte leicht möglich sein; kein Staubfänger durch elektrostatische Aufladungen → raumlufthygienische Bedingungen beachten.

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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

Indirekt-Beleuchtungssystemen

FAQ´s 23: Beleuchtung Büroarbeitsplatz
zu klären

23. Da inzwischen im Prinzip jeder Büroarbeitsplatz mit einem Bildschirm ausgestattet ist, ergibt sich als wichtigste Frage: Was muss bei der Beleuchtung alles beachtet werden, um Bildschirmarbeit hinsichtlich der Thematik "Sehen, Wahrnehmen" wirklich zu optimieren?

ANTWORT:
Rein rechtlich ergeben sich die Optimierungsansätze/-vorschriften aus der Bildschirmarbeit-Verordnung vom Dezember 1996; hier aus dem Anhang über an Bildschirm-Arbeitsplätze zu stellende Anforderungen aus den Abschnitten A) Bildschirmgerät und Tastatur, B) Sonstige Arbeitsmittel und C) Arbeitsumgebung. Dabei geht es im einzelnen um 1. Beleuchtungsart: Sehaufgaben, Tätigkeiten, Raumzonen, Direktbeleuchtung, Indirektbeleuchtung, Allgemeinund Arbeitsplatz-Beleuchtung. 2. Lesbarkeit: Tageslicht, Sichtverbindungen, Sonnenlichteinstrahlung, Leuchten, Arbeitsmittel, Beleg, Tastatur, Bildschirm, Sehentfernungen, Mensch/Maschine-Interaktion. 3. Blendungen und Spiegelungen: Anordnung der Arbeitsplätze, Tageslicht, Leuchten, Reflexionsgrade Arbeitsmittel, Reflexionsgrade Möbelflächen, Reflexionsgrade Raumflächen,
Leuchtdichte-Unterschiede, Bildschirmoberfläche, Anordnung Arbeitsmittel auf der Tischfläche. 4. Visuelle Belastungswechsel: Blickwechselrate, täglicher Arbeitsablauf, Sichtfixationen. Viele dieser Einzelfaktoren sind wechselwirksam, d.h. beeinflussen nicht nur das Auge als Rezeptor, sondern haben auch Auswirkungen auf den Stütz- und Bewegungs-Apparat sowie auf die Psyche. Einige Kriterien für die Beschaffenheit
von Leuchten hinsichtlich der Lesbarkeit sowie von Blendungen/Spiegelungen: Nennbeleuchtungsstärke mind. 300 Lux, max. 500 Lux. Vermeidung von Schattenarmut, von tiefen Schatten mit harten Schattenrändern. Verwendung von Leuchtstoffröhren mit hochfrequenten Vorschaltgeräten oder Mehrphasenschaltungen. Lichtfarbe warm-weiß/neutral-weiß. Farbwiedergabestufe mind. Stufe 2 A. Lichteinfallsrichtung seitlich von oben. Begrenzung der Direktblendung durch Leuchten der Güteklasse 1, sowie Einhaltung der Leuchtdichtebegrenzung im kritischen Bereich des Ausstrahlungswinkels ≥ 45° ≤ 85°, z.B.  durch Verwendung von Rasterleuchten. Begrenzung der Reflexblendung auf dem Bildschirm durch Leuchten, die sich im Bildschirm nicht spiegeln dürfen, keine höhere mittlere Leuchtdichte, als 200 cd (Candela/m2) aufweisen. Durch
Einhaltung der mittleren Leuchtdichte (durch Raumbegrenzungsflächen, Fenster, Einrichtungsgegenstände, etc.) zwischen 200 cd/m2 und 400 cd/m2. Mittlere Reflexionsgrade und Glanzgrade für Raumflächen Decke 0,6 bis 0,8; Wände 0,3 bis 0,5; Boden 0,15 bis 0,25; Stellwände und Betriebseinrichtungen und andere größere Flächen hinter dem Bildschirmgerät 0,3 bis 0,5; alle Flächen matt bis halbmatt. Mittlere Reflexionsgrade und Glanzgrade für Tischflächen 0,2 bis 0,5, matt bis halbmatt. Für Arbeitsmittel: Bildschirmgehäuse 0,2 bis 0,5; Tastaturgehäuse 0,2 bis 0,5; Beleghalter 0,2 bis 05; Belege nur matte Papieroberflächen. Leuchtdichte-Unterschiede im Raum im Arbeitsfeld/Infeld max. 3 : 1, im Umfeld = Arbeitsflächen und weiter entfernte ausgedehnte Flächen max. 10 : 1. Weitere Forderungen/Kriterien sind in den Sicherheitsregeln für Bildschirmarbeitsplätze im Bürobereich, ZH 1/618 der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, enthalten.


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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

Indirekt-Beleuchtungssystemen

FAQ´s 24: Elektrostatische Aufladung
zu klären

24. Was kann man gegen die unangenehmen elektrostatischen Auf- bzw. Entladungserscheinungen (der Mitarbeiter bekommt einen leichten Schlag bei Berührung metallischer Teile/Gegenstände...) tun?

ANTWORT:
Entweder eine Ableitung im Teppichboden (eingewebtes Metallgittergewebe) schaffen und/oder für eine ausreichende relative Luftfeuchte in den Büroräumen von ≥ 55 % sorgen. Speziell in den Wintermonaten (Ursache: Trockene Heizungsluft) ist hier eine besondere Sorgfalt anzulegen. Einfachstes Hilfsmittel sind mechanische Luftbefeuchter und/oder Pflanzensysteme, die die Raumluftfeuchte positiv beeinflussen können. Klimaanlagen, die neben anderen klimatechnischen Komponenten/Eigenschaften auch eine Luftbefeuchtung bewirken, bedingen hohe Investitions- und Betriebskosten.


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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

Indirekt-Beleuchtungssystemen

FAQ´s 26: INVESTITIONSKOSTEN PRO ARBEITSPLATZ
zu klären

26. Gibt es Kennzahlen – z.B. Investitionskosten pro Büroarbeitsplatz – , mit welchem Investment im Rahmen einer Neubauplanung überschlägig zu rechnen ist?

ANTWORT:

Die Investitionskosten sind sehr stark abhängig vom Baukonzept/der Grundrisstypologie; ein einfaches Zellenbau-Konzept (z.B. für 50 bis 100 Büroarbeitsplätze) mit niedrigem Standard im Innenausbau und technischem Ausbau ist nicht zu vergleichen mit einem voll reversiblen Bürohochhaus für z.B. 1000 Büroarbeitsplätze, das gleichzeitig über einen hohen Standard im Innenausbau und technischem Ausbau verfügt. Können im einen Fall (Baukosten ohne Grundstückskosten) € 25.564,60 pro Büroarbeitsplatz ausreichend sein, so sind im anderen Fall auch 8- bis 10-fache Investitionskosten pro Büroarbeitsplatz möglich.
€ 1.533,88 /m2 zu veranschlagen, bedeutet also z.B. bei einem Flächenbedarf über alles gerechnet von 20 m2/Arbeitsplatz für 100 Arbeitsplätze ca. € 2,5 Mio. oder rund 1,3 Mio. € aufwenden zu müssen. An Einrichtungskosten (ohne Systemtrennwände und raumtrennende Schrankwände) sind – über alle Raum- und Flächenarten – zwischen 8 und 12 % der Baukosten anzusetzen oder € 2.000,- bis € 4.000,- in Abhängigkeit vom gewählten Standard und den ästhetischen Ansprüchen.


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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

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FAQ´s 28-30: BÜROARBEITSPLÄTZE & INNENARCHITEKTUR
zu klären

28. Wir planen den sukzessiven Austausch unserer vorhandenen Bürodrehstühle. Einerseits sind Armstützen/Armlehnen (anscheinend) keine Vorschrift (Norm!), andererseits hört man, dass dies von Arbeitsmedizinern dringend empfohlen wird; was ist richtig?
29. Gibt es bestimmte "Kochrezepte" für die innenarchitektonische Gestaltung (Farben, Formen, Materialien) von Büroräumen, die man bei einer Renovierung/ Modernisierung unbedingt beachten sollte?
30. Wenn man die in den Sicherheitsregeln für Büroarbeitsplätze (ZH 1/535, Punkt 4.10) zugrunde liegenden Quadratmeter-Ansätze (für normale Zellenbüros) von mindestens 8,0 m2 nimmt, führt dies in einem 4-Personenbüro zu 32,0 m2; kann das sein, wenn man bedenkt, dass wir zur Zeit 4 Personen auf ca. 22,0 m2 (5,0 x 4,5 m) untergebracht haben? Das wäre ein Flächen-Mehrbedarf von immerhin fast 50 %...

ANTWORT:

Der in der ZH 1/535 (Verwaltungs-BG) zugrunde liegende Ansatz von 8,0 m2 ist versehen mit dem Zusatz "IM MITTEL". Dies bedeutet also über alles gesehen, d.h. vom Arbeitsplatz des Vorstandsvorsitzenden bis zum Azubi. Individuellprojektspezifische Ansätze sind nur möglich durch die Bildung von Arbeitsplatz-Standards/-Typen. Diese wiederum basieren auf den Vorschriften der DIN 4543, Teil 1 (Flächen-DIN). Es empfehlen sich folgende Schritte (in dieser Reihenfolge):
1. Einzelne Arbeitsplatz-/Funktionstypen untersuchen/analysieren.
2. Die derzeitige Zweckmässigkeit bewerten, Stark- und Schwachstellen herausarbeiten.
3. SOLL-Arbeitsplatz-Standards für einzelne Funktionen alternativ entwickeln
und bewerten (→Nutzwert-Analyse).
4. Arbeitsplatz-Standards/-Typen zuordnen (den Funktions-/Arbeitsträgern).
5. Ermittlung der Raumgrößen/Flächenvorgaben durch Addition der einzelnen Standards/Typen zu einer Raum-/Funktionseinheit.
TIPP: Flächen-"Ungereimtheiten" führen häufig zu Unzufriedenheit der Mitarbeiter untereinander – wenn Sie nicht argumentierbar, sondern "gewachsen" sind. Ob 8,0 m2 letztlich viel oder wenig sind, angemessen oder unangemessen, ist nicht aus dem Handgelenk zu entscheiden, sondern Funktions-, Komfort- und Gestaltungsabhängig!
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A 1 = MIT Bau-/Umzugsabsicht
D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
E = Ergonomie/EU-Richtlinien

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FAQ´s 31: BEFINDLICHKEITSSTÖRUNG
zu klären

31. Ein großer Teil unserer Mitarbeiter – der Anteil an weiblichen Arbeitskräften ist noch höher – klagt über häufig auftretende Kopfschmerzen; woran kann das
liegen – was kann man tun?

ANTWORT:
Das ganze ist durchaus "multi-faktoriell"; vom medizinischen Standpunkt gesehen wird dies auch mit dem Sammelbegriff der sogenannten "Befindlichkeitsstörung" bezeichnet, d.h. klar abgrenzbare Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge sind oft nicht/schwer ableitbar. WICHTIG: Mit der Bildschirmarbeit-Verordnung vom Dezember 1996 verlangt der Gesetzgeber (§ 3, Beurteilung der Arbeitsbedingungen): "Hat der Arbeitgeber bei Bildschirmarbeitsplätzen die Sicherheits- und Gesundheitsbedingungen insbesondere hinsichtlich einer MÖGLICHEN GEFÄHRDUNG DES SEHVERMÖGENS SOWIE KÖRPERLICHER PROBLEME
UND PSYCHISCHER BELASTUNGEN ZU ERMITTELN und zu beurteilen."

Eine "systemische" Betrachtung vorausgesetzt, könnten die Ursachen wie folgt lokalisierbar sein:
1. Im Teilsystem Sitzen und Bewegen: Arbeitsgewohnheiten, Anordnung der Arbeitsmittel auf der Tischfläche, Haltungswechsel, Anpassung der Arbeitshöhen.
2. Teilsystem Sehen und Wahrnehmen: Beleuchtungsart, Lesbarkeit, Blendungen und Spiegelungen, visuelle Belastungswechsel.
3. Teilsystem Täglicher Arbeitsablauf: Arbeitspausen, Aufgabenwechsel, Aufgabenvielfalt, Handlungsspielraum, Persönlichkeitsförderlichkeit.
4. Teilsystem Geistige Konzentration: Akustik, Klima und Be- und Entlüftung.
5. Teilsystem Mensch-Maschine-Interaktion.
Damit ist eine (mögliche) Multi-Kausalität nicht erschöpft; selbstverständlich können Ursachen auch im außerbetrieblichen Bereich liegen, wie z.B. Rauchen, mangelnde Bewegung, familiäre Schwierigkeiten, An- und Abfahrt zur Arbeitsstelle, etc. Es empfiehlt sich in jedem Fall die Einschaltung eines anerkannten Betriebsarztes.
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D 1 = OHNE Bau-/Umzugsabsicht
P = Planung/Organisation
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FAQ´s 32: FLÄCHEN-DIN
zu klären

32. In einer sogenannten "Flächen-DIN" scheint neuerdings geregelt zu sein, dass zwischen der Innenkante der Fassade und dem nächsten Möbel-Element (niedriger Schrank, Schreibtischkante, etc.) ein Mindestabstand von 50 cm vorhanden sein muss, wie unser Betriebsrat sagt; wir würden dadurch erhebliche Platzprobleme bekommen, d.h. eine zweireihige Möblierung/Arbeitsplatz-Anordnung (parallel zur Fassade gesehen) würde eigentlich nicht mehr funktionieren. Gibt es diese neue Vorgabe/Vorschrift und was kann man tun?


ANTWORT:
Ja, es gibt eine Regelung in der Flächen-DIN = DIN 4543, Teil 1. Sie ist eine Muss-Vorschrift, da sie die Bildschirmarbeit-Verordnung vom Dezember 1996 (Anhang über an Bildschirmarbeitsplätze zu stellende Anforderungen, Abschnitte Sonstige Arbeitsmittel und Arbeitsumgebung) ausfüllt. Wichtig ist insofern nicht, ob eine zweireihige Möblierung/Arbeitsplatz-Anordnung "eigentlich" nicht mehr
funktioniert, sondern ob die in dieser Flächen-DIN gemachten Einzelvorschriften (über die Einzelflächen, ihre Zuordnung und eventuelle Überschneidungen) eingehalten werden – oder nicht. Bei einer Möblierung in zwei Reihen (bezogen auf das Fenster/die Fassade) KANN die Raumtiefe von Bedeutung sein durch einen eventuell einzuhaltenden 50 cm-Abstand zwischen Fassade-Innenkante und erstem Möbelteil (z.B. Schreibtischkante, schreibtischhoher Schrank unter Fenster, etc.). Dieser sogenannte "technische Bediengang" (zur Bedienung haus- und bautechnischer Elemente) ist DANN NICHT NÖTIG, wenn eine einwandfreie
Bedienung dieser Elemente möglich ist. In der entsprechenden DIN heisst es: "... für GEGEBENENFALLS NOTWENDIGE Verbindungsgänge und Bediengänge siehe DIN 18225." Darüber hinaus ist bei zweireihiger Möblierung der sogenannte VERBINDUNGSGANG ZUM PERSÖNLICH ZUGEWIESENEN ARBEITSPLATZ zukünftig von Relevanz; er muss mind. 600 mm
breit sein.

TIPP: Eine individuelle Überprüfung der IST-Möblierung unter Berücksichtigung der Gesamt-Raumsituation ist zu empfehlen; vielleicht helfen andere Mobiliar-Standards und –Typen bzw. andere Mobiliar-Anordnungen, die neuen gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten.
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FAQ´s 33: SICHERHEITSREGELN
zu klären

33. Sind die Sicherheitsregeln der Berufsgenossenschaften Kann-, Soll- oder Muss-Vorschriften – d.h. wie verbindlich sind diese eigentlich?

ANTWORT:
Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechtes verpflichtet Ihre Mitglieder (Unternehmen/Arbeitgeber), die in ihren Regeln/ Sicherheitsregeln aufgestellten Forderungen einzuhalten. Erfolgt dies nicht, setzt sich das Mitglied Regress-Forderungen aus, wenn es darum geht, Arbeitsunfälle (auch Berufskrankheiten!) zu regeln (Krankenkasse, Berufsgenossenschaft, Arbeitgeber!). Darüber hinaus ergibt sich eine Muss-Anwendung aus dem Arbeitsschutzgesetz vom August 1996 (ArbSchG), § 4, Allgemeine Grundsätze: "Der Arbeitgeber hat bei Massnahmen des Arbeitsschutzes von folgenden
allgemeinen Grundsätzen auszugehen: 1. Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird; 2. ... 3. Bei den Massnahmen sind der Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen; 4. Massnahmen sind mit dem Ziel zu planen, Technik-Arbeitsorganisation, sonstige Arbeitsbedingungen, soziale Beziehungen und Einfluss der Umwelt auf den Arbeitsplatz sachgerecht zu verknüpfen". Dass, was in den Regeln/Sicherheitsregeln der Berufsgenossenschaften aufgeführt wird, gehört zu den sogenannten "gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen"!
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AKUSTIK.
Wissenswertes rund um die Akustik 


Die Raumakustik wird insbesondere bei grossräumigen Büros oftmals vernachlässigt. Wir beschäftigen uns bereits seit vielen Jahren damit und setzen uns auch hier akribisch mit allen uns zur Verfügung stehen Möglichkeiten auseinander. Hierzu sind neben der Decke und den Wänden ebenso das Mobiliar zu berücksichtigen. Wir beraten Sie gern!

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WIRTSCHAFTLICHKEIT BEIM KAUF VON BÜROSTÜHLEN.
Augen auf – beim Drehstuhl-kauf

Beim Kauf eines Bürodrehstuhls geht ́s immer um den wirtschaftlichen Einsatz der Finanzmittel.
Kriterien für die Wirtschaftlichkeit eines Bürostuhls verbergen sich oft im Detail. In vielen Leistungsmerkmalen und Kostenfaktoren, nicht nur im Beschaffungspreis. Ein preisgünstiger  Bürostuhl ist in der Regel nicht der Wirtschaftlichste. Neben  dem Preis bestimmen viele anderen Faktoren die Kosten.
Die Produktqualität zeigt, dass es  günstiger sein kann, einen  teureren Bürostuhl zu kaufen, der 15 Jahre hält, als einen preisgünstigen, der nach 4 Jahren auszutauschen ist.  
Die funktionale und ergonomische Qualität eines Arbeitsmittels  Büro-Drehstuhl beeinflusst die Arbeitskosten natürlich wesentlich, weil der Gedanke der Prävention hier im Vordergrund steht.  
Nicht-funktionale und wenig ergonomische Bürostühle können unter anderem folgende Beschwerden hervorrufen:
Verspannungen im Schulter- und Nacken bzw. Schulter-  Armbereich, so wie der Rückenmuskulatur.
Vorzeitige  Ermüdung, Nervosität, Konzentrationsmängel. Solche oder ähnliche Beschwerden können die Ursache  für Nachlassen der Leistung, erhöhte Fehlerraten und  sinkende Motivation sein. Arbeitsqualität und Produktivität  sinken. Die Arbeitskosten steigen.

Beschäftigte, die sich im  Büro auf Ihrem Stuhl wohl fühlen, arbeiten motivierter.  
Gebrauchstaugliche und ergonomische Stühle helfen, dass  Engagement der Beschäftigten zu fördern, die Arbeitsqualität zu steigern und die Fehlerquote zu verringern.  
Wirtschaftlichkeit bedeutet, in eine Leistung zu Investieren, die dem  Unternehmen einen konkreten Nutzen bringt und sich rechnet.  
Büroeinrichtungen und vor allem Bürostühle sind dann wirtschaftlich,  wenn sie die Büroarbeit erleichtern und beschleunigen. Wenn sie die Gesundheit der Beschäftigten erhalten, Störungen im Arbeits- und Bewegungsablauf minimieren, eine gute Produktqualität aufweisen.

MINDESTANFORDERUNG FÜR DREHSTÜHLE.
Sicherheit uns Benutzerfreundlichkeit


Die Mindestanforderungen werden durch das GS-Zeichen bescheinigt. Damit sind die Anwender auf der sicheren Seite, weil hiermit Sicherheitstechnik und ergonomische Anforderungen im Rahmen des Geräte- und Produktionssicherheitsgesetzes abgestimmt sind. Zur Vermeidung von Unfällen und Verletzungen müssen Mindestanforderungen eingehalten werden:
Standsicherheit und Stabilität
Bewegliche Teile
Schutz für unbeabsichtigtem wegrollen
Benutzerinformationen zur Bedienung des Stuhles

STUHL- UND SITZKONZEPTE.
Welche gibt es?

Im Laufe der Jahre wurde das Angebot von Bürodrehstühlen ständig erweitert.
Neben den innovativen Techniken hielten auch besondere dynamisch Büroarbeitsstühle und alternative Sitzgelegenheiten Einzug in die Büros.
 
Eine Übersicht verfügbarer Bürostuhlkonzepte
Büroarbeitsstühle: Wippmechanik, Permanentmechanik, Synchronmechanik.
Besondere mechanische Büroarbeitsstühle: Sitzgelenk, bewegliches Sitzwerk, rotatorischer Sitz.
Alternative Sitzkonzepte:Hochsitzer, Kniehocker, Pendelhocker, Sitzball

Charakteristische Bezeichnungen
Sitzgelenk: Die Sitzfläche ist in allen Richtungen frei kippbar.
Gedämpftes, bewegliches Sitzwerk: Frei nach allen Seiten bewegliche Sitzfläche
Rotatorischer Sitz: Sitzfläche rotiert mit definierter Frequenz in der horizontalen Ebene.
Die von den Herstellern benannten Nutzenaspekte bewegen sich zwischen Steigerung der Aktivität und des allgemeinen Wohlbefindens, Aktivierung der Muskulatur, Steigerung der Koordinations- und Leistungsfähigkeit, Reduktion der aufzuwendenden Energie zur Haltungsstabilisierung bis hin zur Entlastung der Bandscheiben und somit der Reduktion von Schmerzen.

Hochsitzer: Sitzfläche deutlich höher undnach vorne geneigt.
Kniehocker: Sitzfläche geneigt, Stützung des Körpers über Gesäß und Unterschenkel.
Pendelhocker: Sitzfläche in alle Richtungen beweglich, keine Rückenlehne.
Sitzball: Frei beweglicher, mit Luft gefüllter Ball.
Hier werden die von Herstellern genannten Nutzeffekte wie folgt dargestellt:Aufrichtung der Wirbelsäule, Minimierung des Oberschenkeldrucks,
Aufrichtung der Wirbelsäule, verbesserte Durchblutung, Belastungswechsel der Bandscheiben und Kräftigung der Muskulatur sowie Sitztraining.

Bewertung besonderer und alternativer Stuhlsitzkonzepte (nach VBG)
Bei den besonders dynamischen Büroarbeitsstühlen werden vom Benutzer subjektiv positive Auswirkungen auf Gesundheit und Arbeitsleistung erwartet. Besondere dynamische Büroarbeitsstühle führen jedoch gegenüber konventionellen Büroarbeitsstühlen nicht unbedingt zu mehr Bewegung und zu einem höheren Ausmaß an Körper- und Muskelaktivität. Alternative Sitzgelegenheiten liefern keinen ausschlaggebenden  Beitrag zur Prävention von Muskel- und Skelettbeschwerden. Alternative Sitzgelegenheiten ersetzen nicht den Büroarbeitsstuhl. Sitzbälle sind für den Büroeinsatz nicht geeignet.

Quelle: Verwaltungsberufsgenossenschaft

WIE TEUER IST FALSCHES SITZEN.

matrix wirtschaftlichkeit

BESTUHLUNG IM KONFERENZBEREICH.
Bewegungsförderlicher Sitzkomfort

Was sollte ein Unternehmer bei der Anschaffung von Sitzmöbeln für Konferenzbereiche berücksichtigen?
Unter dem Gesichtspunkt eines durchgängig gestalteten Designs sollten die Sitzmöbel für die Bestuhlung verschiedener Funktionsbereiche (Arbeit,
Schulung, Konferenz, Besprechung...) aus einem wiedererkennbarem Stuhlprogramm gewählt werden. Eine komplette Stuhlfamilie umfasst daher Drehstühle, Drehsessel und Freischwinger, wahlweise auch vierbeinige Besucherstühle oder Kufenstühle.

Mit diesen Modellen lassen sich nahezu alle Funktionsbereiche einrichten:  
vom Büroarbeitsplatz
über Besprechungs- und Konferenzräume  
bis hin zu Seminar- und Schulungsbereichen.
Die Frage, welcher Stuhltypus gewählt wird, hängt wesentlich von der durchschnittlichen Dauer der Nutzungszeiten und von der erforderlichen
Variabilität, der Platzzahl sowie der entsprechend vorzuhaltenden Menge von Reservestühlen ab. 
Je länger die Nutzungszeiten erwartet werden, desto wichtiger wird ein bewegungsfördernder Sitzkomfort. 

SITZGRUPPEN IN EMPFANGSHALLEN UND WARTEBREICHEN.
Sitzgruppen

Die Auswahl des richtigen Programmes hängt von Nutzungsoptionen, der Platzierung im Raum und vom Konzept der Gesamtgestaltung ab.
Dafür stehen vielfältige Optionen zur Wahl, die sich deutlich unterscheiden:
Variabel Nutzbare Polsterbänke Gradlinig ausgebildete Sitzbänke sind nicht nur  formal sondern auch funktional eine echte Alternative zu klassischen Lounge-Programmen, wenn sie sich durch Abklappen von Teilen der Rückenlehne  z.B.  vom 3-Sitzer zum 2-Sitzer mit definierten Einzelplätzen verwandeln können. Ausgeklappt können z.B. Armlehnen als kleine Ablagetischchen dienen. Ist die Sitztiefe durch einen Schwenkmechanismus zu vergrößern, entsteht eine vollwertige Liege für das Powernapping. Offene Gestellkonstruktionen sorgen für eine eher filigrane Anmutung und erleichtern die Fußbodenreinigung.
 
Sessel-, Bank- und Tischprogramme (Ergänzungsmobiliar) für offene Bereiche
In offenen Bereichen eingesetzte Lounge-Programme sollten dem Schutzbedürfnis des Menschen Rechnung tragen. Hier empfehlen sich kubische Formen mit hochgezogenen Seitenteilen, die Sicherheit und Geborgenheit vermitteln und die sich zudem nahtlos in jeden architektonischen Kontext einfügen.

Um vielfältige Konstellationen zu ermöglichen, sollte ein solches Programm Einzelsessel und Bänke mit Platz für 2 bis 3 Personen beinhalten. Werdendie Seitenteile von den Beinen eingefasst, entsteht ein prägnantes Erscheinungsbild und die Kanten sind Stoßgeschützt. Empfehlenswert ist eine Sitzhöhe, die das Aufstehen erleichtert. Passende Beistelltische in abgestimmten Formaten nehmen die Gestellstrukturen der Sitzmöbel wieder auf.  


Universelle Tische und Korpusmöbel (break-out-areas)
Tische und Korpusmöbel, die neutral und hochwertig gestaltet sind, eröffnen vielfältige und kreative Einrichtungsmöglichkeiten. Stehen sie in den drei Funktionshöhen, Beistellen, Sitzen und Stehen zur Verfügung lassen sich fast alle Anforderungen in einer durchgängig wiedererkennbaren Gestaltung erfüllen. Die Reduktion der Form und Materialvielfalt auf den vierbeinigen Urtyp eines Tisches vergrößert die Einsatzmöglichkeiten. Ein solcher Tisch kann in Beistellhöhe ebenso Couchtisch sein, wie Abstellfläche oder mit aufgelegtem Kissen zum Sitzhocker werden.
In der Sitzhöhe ist der Bistro oder Schreibtisch oder sogar Teil einer Besprechungstischanlage, wenn die Abmessungen entsprechend koordiniert sind und die Tische sich bündig zusammenstellen lassen. Als Gruppe in Stehhöhe kombiniert werden die Tische  zur Theke oder zur Präsentationsfläche. Einzeln aber auch zu Stehpulten. Gleiches gilt für die Korpusmöbel die Freistehend oder in Kombination mit den Tischen eingesetzt werden können, sofern sie in Abmessung und Materialität auf die Tischflächen abgestimmt sind.